Dieter Zorn & Uschi Kallus
Chondropython
( Chondropython viridis )
Oder nach Umbenennung nun
Python vert
(Morelia viridis)
(Riesenschlangen / Boidae)
Der grüne Baumpython war lange Zeit die einzige Art der Gattung Chondropython, bis er vor kurzem den Rautenpythons (Morelia) zugeordnet wurde.
Das Verbreitungsgebiet der Grünen Baumpythons erstreckt sich vom äußersten Norden Australiens, über Papua-Neuguinea, bis Indonesien. (inklusiv zahlreicher Inseln)
Dort bewohnen sie die Bäume der Regenwälder, und haben ihr Leben diesem Biotop perfekt angepasst. Wenn sie erstmal einen Ast gefunden haben der ihren Ansprüchen entspricht, (gemässigte Sonnenbestrahlung, kein Luftzug, Fluchtmöglichkeit, Nahrung) richten sie sich für eine meist längere Zeit ein.
Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie wie ein Lasso aufgerollt (den Kopf in der Mitte), und warten unbeweglich darauf, dass etwas Fressbares vorbei kommt. Der lange, kräftige Schwanz umklammert den Ast, und gibt den Tieren sicheren Halt, wenn sie auf ihre Opfer zustoßen.
Dank ihrer Lippengruben (ein Wärme-Detektor ähnlich dem Grubenorgan der Klapperschlangen) und ihren extra langen Zähnen, können sie sogar vorbeifliegende Vögel fangen. Ansonsten stehen Nager, Echsen und Baumfrösche auf dem Menu. Jungtiere fressen auch gelegentlich Schmetterlinge, ob diese nur einem Fangreflex zum Opfer fallen, oder zur Nahrung dienen, kann ich nicht sagen.
Da sie die Regentropfen von den Blättern trinken, können sie manchmal wochenlang auf einem Ast verweilen.
Auf dem Boden sieht man sie seltener
Morelia viridis Deutlich sieht man ihre großen Lippengruben.
Grüne Baumpython erreichen eine Länge von 150 bis 180 Zentimeter, haben einen schlanken, aber muskulösen Körper, und einen großen Kopf, der sich deutlich vom Hals abgesetzt.
Die Weibchen sind etwas größer und massiger als die Männchen.
In ihrer Färbung sind sie sehr Verschieden, obwohl Grün dominiert. Meistens haben sie weiße Punkte, die auch oft durch eine weiße Linie verbunden sind. Manchmal fallen die Punkte aber auch blau aus.
Nach dem Schlüpfen haben sie zuerst eine leuchtende Färbung, (meist knall-gelb, oft auch braun und rot)
Ein Jungtier in seinem „Baby-Gewand“
Leider habe ich keine Photos von roten, oder rot-braun gefärbten Jungtieren.
Nach 6-10 Monaten fangen die Tieren an ihre Farbe zu wechseln, um dann nach ein paar Monaten (kann bis zu 3 Jahre dauern) ihre eigentliche Färbung zu erhalten.
Mit ein wenig Glück kann es auch die seltene Blaue sein.
Der Traum vieler Terrarien-Freunde, ein Blauer Chondropython, …..doch für die Meisten sollte es ein Traum bleiben, denn ein Regenwald-Klima ist nicht so leicht zu simmulieren!
Luftfeuchtigkeit von 70% bis 85 % tagsüber und nachts von 95% bis 100%, und Temperaturen zwischen 26 bis 32 Grad Celsius, (mit einer Nachtabkühlung von 5 Grad) sowie eine gleichmäßige, zugfreie Belüftung sind Bedingungen die Grüne Baumpython an ihren Lebensraum stellen. Dazu brauchen sie noch eine üppige Bepflanzung.
Dank des konstanten Klimas im Regenwald brauchen sie weder Winter-, noch Sommerruhe zu halten, und haben so auch keine festen Paarungszeiten. Zur jeder Jahreszeit kann mit Nachwuchs gerechnet werden. Nach einer Tragzeit von 10-12 Wochen, und einer Liegezeit von 16-20 Wochen schlüpfen dann meist 10-30 Jungtiere aus dem Gelege. (kann ja nach Größe des Muttertiers variieren)
Grüne Baumpython betreiben, wie z.B. die Tigerpython, eine Brutpflege. Dabei umschlingen die Weibchen ihr Gelege, und können, falls notwendig, durch Muskelkontraktionen ihre Körpertemperatur um einige Grad erhöhen.
Über ihre Lebenserwachtung in der Natur ist mir nichts bekannt, aber bei guter Haltung werden sie in Gefangenschaft 13-16 Jahre alt. (Ausnahmen sogar über 20)
Über ihr Verhalten uns Menschen gegenüber kann ich nicht viel berichten, da ich selber noch keine gehalten habe.
Nach Aussagen anderer Halter sollen sie aber nicht ganz so bissig sein, wie die sehr ähnlich aussehenden Hundskopfschlinger (Corallus caninus), eine Baum bewohnende Boa-Art aus Südamerika.
Bei den Einwohnern sind sie nicht sonderlich gefürchtet, meistens sogar sehr beliebt, zumindest auf der „Speisekarte“.
Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,
mais il sera bientôt traduit!!!