Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,

mais il sera bientôt traduit!!!

 

Dieter Zorn & Uschi Kallus

 

 

 

 

 

Taïpan des côtes
(Oxyuranus scutellatus)

Taïpan du désert
(Oxyuranus microlepidotus)

Elapidae (Couleuvres venimeuses)

Taïpan des côtes (Oxyuranus scutellatus)

 

Der Taipan ist mit seiner möglichen Länge von über 2,2m (selten sogar über 3m) die längste Giftschlange Australiens. Doch meistens bleiben sie unter 1,5m.
Wie alle Australischen Giftschlangen gehören sie zur Familie der Giftnattern und verfügen über ein extrem wirksames neurotoxisches Gift. Doch obwohl ihr Biss (unbehandelt) beim Menschen meist tödlich endet, sind Todesfälle eher selten, da sie sehr scheu sind, und bei Anwesenheit von Menschen sofort flüchten und sich verstecken. Obwohl sie sich sehr schnell bewegen können, sind sie meiner Meinung nach (für Giftnattern) nicht besonders agil. So sind sie, trotz ihrer Gefährlichkeit, bei den Einwohnern nicht sonderlich gefürchtet. Werden diese überwiegen tagaktiven Tieren jedoch in die Enge getrieben, verteidigen sie sich äußerst aggressiv und beißen meist mehrmals zu.
Der Östliche Taipan ist meist hell gefärbt und bewohnt küstennahe Regionen von Ost- bis Nordaustralien, kommt aber auch in Papua-Neuguinea vor (Oxyuranus scutellatus canni).

Taïpan du désert (Oxyuranus microlepidotus)

Der Inlandtaipan ist im Allgemeinen dunkel-rotbraun bis schwarz, und lebt ausschließlich in Australien. Sein Verbreitungsgebiet ist das östliche Zentralaustralien.
Bei beiden Arten können in Färbung und Zeichnung sehr variieren, doch gemeinsam haben sie einen kantigen Rücken (Canthus) der ihnen einen dreieckigen Durchschnitt verleiht.
Beide Arten sind, was ihren Lebensraum angeht, sehr flexibel, bewohnen aber bevorzugt Steppen, Wälder, sowie offenes Grasland. Während es beim Inlandtaipan etwas trockener sein darf (Wüsten, ausgetrocknete Flussbetten usw.), bevorzugt der Östlichen Taipan etwas feuchtere Gebiete. (tropische Savannen und Wälder (mit bis über 800mm Jahresniederschlägen))
Taipane sind überwiegend bodenbewohnend, können aber sehr gut klettern. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Nagetieren, nur selten werden auch Vögel gefressen. Ihr extrem starkes Gift (man sagt ihnen nach, ihr Giftvorrat könne über eine virtel-Million Mäuse töten (habe es aber noch nicht überprüft)) tötet kleine Futtertiere in wenigen Sekunde. So können sie es sich erlauben ihre Beute sofort nach dem Biss los zu lassen, und brauchen sich nicht in Gefahr zu begeben selber verletzt zu werden.
Im Gegensatz zu der häufig gestellten Behauptung alle Australische Giftnattern seien lebendgebärend, soll der Taipan Eier legen. Ich selber habe nur in meiner Jugend einen kleinen männlichen Taipan gehalten, verfüge also leider über keinen eigenen Erfahrungen. Selbst die „Fachliteratur“ ist diesbezüglich geteilter Meinung. (selbst Angaben über Paarungs- und Tragezeit sowie Anzahl des Nachwuchses sind so verschieden, dass ein Grossteil davon simples Bla Bla sein muss)
Da ich zu den Menschen gehöre für Die glauben nur eine Ersatzbefriedigung ist, meine Idole und Lehrmeister (Mertens, Klingehöfer & Co) mittlerweile nicht mehr aktiv sind, ich kein Vertrauen in „virtuelle Fuzzys“ habe, und ich keinen kenne der Taipane nachgezogen hat, lasse ich, dieses Thema lieber offen. (vielleicht kann mir ja jemand ein Photo von einer Eiablage schicken, oder seriös von einer Nachzucht berichten)
Mein Taipan (Oxyuranus microlepidotus) war 1968 als blinder Passagier auf einem Schiff nach Deutschland eingereist, und ist als unbekannte Schlange bei einem befreundeten Tierhändler gelandet. Dieser wusste das ich einem Reptilienverein beigetreten war, und ich mich (wenn auch nur vorübergehend) mit der Bestimmung von Reptilien beschäftigte. So lud er mich ein das Tier mal genauer anzusehen. Ich schnappte mir alle meine Fachbücher und machte mich auf den Weg. Dort zeigte er mir einen etwa 50cm langen, und total unterernährten „Wurm“. Das Tier hatte runde Pupillen, war pechschwarz, und hatte eine Zeichnung die an eine Amurnatter erinnerte, aber ich war mir sicher, dass es keine Elaphe war. Leider waren meine Bücher eher Kataloge, und mein einziges echtes Fachbuch, (meine Bibel, der Klingelhöfer) nur in schwarz-weiß (da sind alle Schlangen mehr oder weniger schwarz) Also konnte ich vor Ort auch nicht sagen um welche Schlange es sich handelt. Ich brauchte die Bücher und die Hilfe meines Vereins. Da ich, wie so oft im meinem Leben, pleite war, schenkte mir mein Freund die Schlange damit ich sie in Ruhe bestimmen konnte. Auf der Heimfahrt nahm ich mir in meinen Büchern auch mal die Schlangen die eigentlich nicht in Frage kamen unter die Lupe, und fand dass eine dort abgebildete Boomslang (Trugnatter) fast den gleichen Blick hatte wie mein neuer Wurm. Zuhause angekommen sah ich nach ob die Schlange auch hinten in ihrem Maul kleine Giftzähne hat, also auch eine Trugnatter ist. Doch als ich ihre langen, feststehenden Giftzähne vorne im Maul sah wusste ich dass es sich nur um eine Giftnatter handeln konnte. So kamen nur noch wenige Arten in Frage, und ich konnte am nächsten Tag im Verein, auch ohne Hilfe, den Taipan bestimmen.
Mir war klar dass ich als Anfänger nun eine der giftigsten Schlangen der Welt besitze, und ich war mir meiner Verantwortung bewusst. Wenn ich dran denke wie sorglos mein Freund mit dem Tier umgegangen ist, und auch ich (und wer weis wer sonst noch) den Taipan in bloßen Händen gehalten habe, kann ich nur sagen: Schwein gehabt.
Zum Glück war das Tier absolut beissfaul. Obwohl der Taipan sich sofort auf alles stürzte was er fressen konnte, hat er nie nach mir geschnappt. Auch ansonsten hat er nie Probleme bereitet, und als er mir einige Jahre später gestohlen wurde (siehe im Kapitel „Mambas“) war ich nicht nur stinke sauer, sondern auch traurig.
Trotz all der guten Erfahrungen die ich mit meinem Taipan machen konnte, sollte die Haltung dieser wirklich gefährlichen Tiere erfahrenen Spezialisten vorbehalten sein.
Glücklicherweise sind Taipane schwer zu beschaffen, sehr teuer, und besitzen keinen spektakulären Namen wie z.B. Kobra oder Mamba, so sind sie für armselige, geltungssüchtige Angeber uninteressant.