Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,
mais il sera bientôt traduit!!!
Dieter Zorn & Uschi Kallus
Die Sumpfviper
(Proatheris superciliaris)
Die Sumpfviper ist in Ostafrika beheimatet, und wurde lange zu den ebenfalls dort lebenden Buschvipern gezählt (Atheris).
Ich kenne sie als „Atheris superciliaris“, habe mich aber immer gewundert, denn sie hat mit ihren Verwandten (z.B. die Blattgrüne Buschviper Ahteris squamiger) nur wenig gemeinsam. Vielmehr erinnern sie mich immer an eine Puffotter.
Früher war sie sogar der Gattung Bitis zugeordnet (davor den echten Vipern (Vipera)), doch heute hat man sie als einzige Art in die neue Gattung Proatheris eingeordnet. Doch Dank neuster Technologie kann man heute nahe Verwandtschaft zu den Buschvipern nachweisen, so dass sie wahrscheinlich wieder in Atheris umbenannt wird. Den Namen superciliaris hat sie den sehr großen und auffälligen Überaugenschildern (Supraocularia) zu verdanken.
Die Sumpfviper wird durchschnittlich zwischen 40 und 50 Zentimeter lang, lebt fast nur auf dem Boden, und ist am häufigsten in Mozambique, Malawi, und Tansania anzutreffen.
Dort soll sie angeblich nur Feuchtgebiete, und bevorzugt Sümpfe bewohnen, doch nach Angaben von Freunden, die viele Jahre in Ostafrika lebten, ist sie auch in trockenen Gegenden heimisch. Auch meine Sumpfvipern mochten keinen feuchten Boden, sie suchten immer den trockensten Platz, und kletterten sogar, wenn der Boden zu feucht war.
Um wenigsten etwas Bodenfeuchtigkeit zu bieten lege ich in ihrem Terrarium Geröll auf den feuchten Torfboden.
Doch abgesehen von seltenen „Spatziergängen“ liegt sie fast ständig in- oder vor ihrem Versteck in einer trockenen Ecke
Sie haben, wie Puffottern, einen Körper der immer etwas aufgeblasen erscheint, und so wesentlich kräftiger wirkt, als er wirklich ist.
Der Schwanz ist kurz, und, wie bei den Bitis-Arten, stark vom Körper abgesetzt. Gemeinsam haben sie auch ihre Art zu jagen; sie warten tagelang unbeweglich darauf dass etwas Fressbares (Nagetiere, Vögel, Amphibien) in ihrem Aktionsradius erscheint, um dann ihr Opfer mit einem unausweichbaren Giftbiss in wenigen Sekunden zu töten.
Über Stärke, und Bestandteile ihres Blutgiftes ist wenig bekannt, und spezifisches Serum gibt es auch nicht. Ich würde bei einem Unfall ein polyvalentes Serum in Erwägung ziehen, welches Ahteris und Bitis Arten abdeckt.
Obwohl sie in Alles beißen was in ihre Nähe kommt, sind sie keinesfalls angriffslustig. So gibt es in der Natur auch nur selten Unfälle mit diesen eigentlich gefährlichen Tieren.
Sie sind lebendgebärend, aber über die Anzahl der möglichen Geburten ist mir nichts bekannt.
In Gefangenschaft werden sie meist sehr zahm. Meine kann ich, obwohl sie immer noch sofort in Alles (was ihnen in Lauerstellung zu nahe kommt) beißen, kann ich sie, nachdem sie gemerkt haben dass ich nicht zu fressen bin, sogar berühren.
Die Sumpfviper im Vergleich mit einer Natter
In unserer Reptiles-Show setze ich sie nur selten ein (nur im Winter wenn meine echten Vipern (Vipera) Winterruhe halten), denn sie sind den in Europa vorkommenden Vipern nur wenig ähnlich, und außerdem möchte ich nicht, dass man meinen könnte, alle Vipern seien so „ruhig“ wie meine Sumpfviper.
Obwohl sich die Buschviper bestens in Gefangenschaft eingewöhnt, und ihre Haltung unproblematisch ist, ist sie der Gefahr wegen, nur erfahrenen Pflegern zu empfehlen