Serpent à poulets
(Spilotes pullatus)

Der Hühnerfresser ist wohl die am häufigsten anzutreffende Schlange Mittelamerikas. Die Unterarten Spilotes pullatus mexicanus und Spilotes pullatus rgusiformis sind in Mexiko und Mittelamerika heimisch, und die Unterarten Spilotes pullatus anomalepis und Spilotes pullatus maculatus sind in Brasilien und Argentinien zuhause.
Der bevorzugte Lebensraum sind die Baumkronen dichter Regenwälder, aber man findet ihn auch häufig am Boden.
Der Hühnerfresser gehört zur Familie der Nattern (Colubridae) und ist mit einer möglichen Länge von etwa 4m die längste Natter der Welt. Selbst seine Durchschnittslänge von 3m überschreitet die Länge der meisten Riesenschlangenarten. Spilotes haben einen sehr schlanken, aber kräftigen Körper. Seine großen Augen sitzen weit vorne am kaum abgesetzten Kopf. Im Allgemeinen sind die Tiere tief-schwarz und haben eine leuchtende gelbe Zeichnung, diese kann aber kann je nach Unterart und Verbreitungsgebiet variieren.
Hühnerfresser sind tagaktiv und fast ständig auf Nahrungssuche. Er frisst fast alles was er überwältigen kann (Nagetiere, Amphibien, Reptilien), doch seine Lieblingsmalzeit besteht aus Geflügel und deren Eier.
Diese ungiftige Natter ist so aggressiv (angriffslustig und bissig), und hat so lange Zähne (zum Vögel fangen), dass sie bei den Einheimischen gefürchteter ist als manche Giftschlange.
Hühnerfresser halten keine Winterruhe, paaren im Frühjahr, und legen im Frühsommer 3-10 Eier. Wie die meisten Nattern haben auch sie eine Lebenserwartung von etwas über 12 Jahren.
So ne lange Natter (hier auf dem Bild 2,85m) sieht man nicht alle Tage, deshalb habe ich mir die Mühe gemacht meinen längsten Hühnerfresser so weit zu zähmen, dass ich ihn in unsere Reptiles-Show integrieren konnte. Dies war nicht so leicht, denn ihre nachgesagte Bissigkeit ist kein Mythos, und selbst heute noch reicht eine unbedachte Bewegung um einen Beissanfall auszulösen. Aber was soll’s: „Für nen echten Schlangenbeschwör ist nichts zu schwer“
Der Lohn der Mühe ist die Möglichkeit eine außergewöhnliche Schlange zu präsentieren, die nicht nur Kenner begeistert.

Haltung:
Der Hühnerfresser braucht ein sehr geräumiges Terrarium von mindestens 2m Höhe. Die Einrichtung muss aus einem Dickicht an Klettermöglichkeiten bestehen. Meine Tiere waren so von ihrer Angriffslust überzeugt, dass sie keine versteckte Lebensweise führten, sich also so gut wie nie versteckten.
Auf den Boden kamen sie nur zum trinken, allerdings mehrmals täglich.
Dank ihrer Länge, und der ungestümen Angriffsweise, haben diese Tiere einen sehr großen Aktionsradius, und können so bis zu 3m weit zustoßen. Da kann beim Öffnen des Terrariums „Freude“ aufkommen. (Die Frage ist nur für wen.)
Man sollte sich aber auch Gedanken über ihren mächtigen Appetit machen, denn mit dem was eine gesunde Spilotes verspeist, kann man leicht 3 gleichgroße Riesenschlangen ernähren! Ebenfalls kommen hohe Energiekosten auf den Halter zu, denn Hühnerfresser mögen es warm und hell.
Die Belohnung für den Halter: Eine sehr agile Schlange in deren Terrarium es fast ständig was zu sehen gibt.
Dieter Zorn & Uschi Kallus
Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,
mais il sera bientôt traduit!!!