Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,

mais il sera bientôt traduit!!!

Die Mamba Arten

Dendroaspis

(Elapidae)

Nur wenige Giftschlangen stellen für den Menschen eine absolut tödliche Gefahr dar, aber für alle Mamba Arten trifft das zu. Unbehandelt enden fast alle Bisse, mit dem sehr starken Nervengift, tödlich. Die Bisse von der Schwarzen Mamba sogar 100%. Ein Zehntel von dem Gift das bei einem Biss einer Schwarzn Mamba durchschnittlich abgegeben wird, ist für Menschen schon als tödlich anzusehen. Auch wenn das Gift der anderen Mambas „nur“ etwa halb so stark ist, und meist der Giftvorrat auch etwas geringer, enthalten auch ihre Bisse meist ein Mehrfaches der tödlichen Dosis an Gift. Nur eine sofortige Behandlung mit einem artspezifischen Schlangenserum kann das Leben des Gebissenen retten. Vergleichbar giftige Schlangen gibt es (mit Ausnahme der asiatischen Königskobra) sonst nur in Australien.

Die Heimat der Mambas ist die südliche Hälfte Afrikas. Während die Schwarze Mamba, südlich der Sahara, von Ost- bis Südafrika beheimatet ist, lebt de Gewöhnliche Mamba westlicher, von Kenia, Tansania, Mosambik bis Südafrika. Die Grüne Mamba ist vom Senegal bis zum Niggerdelta beheimatet, und die Jamesons Mamba ist in Mittelafrika, von West bis Ostafrika, anzutreffen.

Während der grünen Mambaarten überwiegend, in üppigen Dickichten und auf Bäumen dichter Wälder (am besten in Nähe eines Flusses) leben, und Bäume und Sträucher nur selten verlassen, lebt die Schwarze Mamba eher bodenständig, Zur Jagt und zum „Wärme tanken“ bevorzugt sie steinige Hügel. Sie sind tagaktiv, nachts verstecken sie sich in Erdlöchern, Nagetierhöhlen, und Termitenbauten. Trotzdem sind sie auch hervorragende Kletterer, und nicht selten auch im Gebüsch anzutreffen. Dort sind sie zwar nicht ganz so gewannt wie die grünen Arten, die im Gebüsch kurzzeitig Geschwindigkeiten von über 40 km/h erreichen, dafür sind sie mit gut 20 km/h, die schnellsten Schlangen auf dem Boden

Die grünen Arten erreichen eine Länge zwischen 2-3m, wobei die Grüne Mama meistens etwas kleiner bleibt, doch die Schwarze Mamba muss auch hier einen Rekord stellen, mit möglichen 4,5m (normal ist 2,5-3,5m) ist sie auch noch die längste Giftschlange Afrikas.

Die Farbe Schwarzer Mambas variiert zwischen olivbraun und dunkelbraun und graubraun, sie verdanken Namen der dunklen Innenseite ihres Mauls, deren Farbe zwischen dunkelblau und tintenschwarz variiert. Die Mäuler der grünen Arten sind weiß bis bläulichweiß, und die Körperfarben reichen von leuchtend hellem Grün, und grellgelb bis schmutzig grün und gelbgrün. Jungtiere haben oft eine ins bläulich gehende Färbung

Die überwiegen baumbewohnenden grünen Arten ernähren sich hauptsächlich von Vögeln und Echsen, die Schwarze Mamba dagegen bevorzugt Nagetiere. Dank des starken Giftes und der hohen Temperaturen verdauen Mambas oft in weniger als zwei Tagen, und da sie durch ihre agile Lebensweise viel Energie verbrauchen, sind sie fast ständig auf Futtersuche.

Mambas paaren im Frühling, und legen ihre 5-20 Eier 2-3 Monate später. Die Entwicklung im feuchten Torf dauert ebenfalls 2-3 Monate. Ihre Lebenserwachtung liegt bei etwa 12 Jahren.

Ich war Anfang der 70er einem Verein für Terrarienfreunde beigetreten, und hatte dort einen älteren Mann kennen gelernt, der mir, nach dem er gehört hatte, dass ich einen Taipan pflege, seine beiden Kraits Bungarus caeruleus (Gewöhnlicher Krait) und Bungarus flaviceps (Rotkopfkrait) zum Kauf anbot. Ich sagte ihm, dass ich zwar gerne wollte, aber aus Platzgründen nicht konnte und dass selbst mein Taipan eigentlich ein größeres Terrarium brauchte. Da machte er mir ein tolles Angebot. Er sagte mir, dass er seit mehr als 50 Jahre ein Schlangenliebhaber sei, und dank seines Einkommens (Ex-Zahnarzt) in der Lage war ein kleines Vermögen in sein Hobby zu stecken. So hatte er sich den gesamten Keller seiner Villa zu einem riesigen Terrarium umgebaut. Mittlerweile an die 70 Jahre alt, fand er es unverantwortlich immer noch gefährliche Giftschlangen zu pflegen, und gab nach und nach die gefährlichsten seiner Pfleglinge ab. In dem Gespräch mit mir fand er heraus, dass ich den Schlangen die gleiche Liebe entgegen brachte, wie er selber, und mein Hobby ernst nahm. Und so bot er mir an unser gemeinsames Hobby auch gemeinsam zu betreiben. Ich konnte meine Tiere bei ihm unterbringen, und sollte ihm dafür bei der Pflege seiner Giftschlangen helfen. Meine Riesenschlangen wollte ich aber bei mir Zuhause halten und so brachte ich nur meinen Taipan, meine 7 Trimeresurus gramineus und meinen Hühnerfresser bei ihm unter.
Das Prunkstück seiner Terrarienanlage war das 4.5m X 3.5m X 2m (Stehhöhe)große Mamba-Terrarium, inDiesem pflegten wir ein Pärchen Dendroaspis angusticeps (Gewohnliche Mamba), ein Pärchen Dendroaspis polylepis (Schwarze Mamba) sowie zwei Weibchen und ein Mannchen Dendroaspis viridis (Grüne Mamba).
Die Seitenwände waren mit beasteten Baumhälften verkleidet und in der Mitte war ein üppiger, 1.80m hoher Busch gepflanzt.
Es war immer wieder ein Vergnügen zu beobachten, wie die Mambas durchs Geäst schossen und so etliche Meter in Bruchteilen von Sekunden zurücklegten. .Oft hört oder liest man von der Angriffslust der Mambas. Ich kann, mit einer Ausnahme, nichts der Gleichen berichten. Unsere Dendroaspis polylepis (Schwarze Mambas von 1.80m und 2.20m Lange) waren ausgesprochen ruhig, wenn man sich ihnen zu schnell näherte flüchteten sie, ansonsten beobachteten sie uns intensiv, und nur ihr heftiges züngeln verriet leichte Erregung. Wenn man sie berührte nahmen sie ihre typische Drohstellung ein, sie öffneten ihr Maul und streckten ihre Zungen weit und steif heraus. So konnte man das Schwarze Innere des Mauls sehen,. Die anderen Mambas ließen niemanden an sich ran und flüchteten bei der geringsten Störung. Bestand keine Möglichkeit zur Flucht wurden sie wild, aber nur selten bissen sie mir in den Schutzanzug oder in den Kopfschutz, einen Schutzhelm wie ihn Sportfechter benutzen.
ImGegensatz zu den Schwarzen Mambas, die nur richtig wild wurden wenn man sie festhielt, ergaben sich die Grünen und die Gewöhnlichen Mambas, einmal fest im Griff, ihrem Schicksal und wurden apathisch ruhig. Aber dauerte nur solange bis man sie losließ, dann flüchteten sie einige Meter, machten blitzschnell kehrt und griffen an. Meistens waren es nur Scheinangriffe, manchmal bissen sie dafür aber auch mehrmals hintereinander. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass unsere Mambas angriffslustig waren. Kritisch wurde es immer nur wenn ich eine übersah und mich ihr zu schnell oder zu nah näherte.
Mit der Zeit verlor ich den Respekt ihnen gegenüber und wurde leichtsinnig, ich hatte alle Gifttiere versorgt und meinen Lederkombi schon ausgezogen, als ich im Mambakäfig eine tote Maus entdeckte die von einer Mamba aus- gewürgt worden war und schon anfing zu verwesen. Vorsichtig halte ich sie ohne Schutzbekleidung heraus. Mein Partner überraschte mich dabei und hielt mir eine Standpauke. Ich musste ihm versprechen das Mambaterrarium nur noch mit Schutzkleidung zu betreten.
Das rettete mir einige Monate später wahrscheinlich mein Leben, denn ich geriet wieder in eine ähnliche Situation, ich musste noch mal ins Mambaterrarium weil eine Mamba aufs Thermostat geschissen hatte und ich eine Fehlfunktion befürchtete. Mit langem Gesicht, aber versprochen ist versprochen, zog ich die Schutzkleidung wieder an und begab mich in den Käfig. Kaum drinnen wurde ich, womit. ich in diesem Moment wirklich nicht gerechnet hatte, von dem Angusticeps-Männchen und dem Viridis-Männchen angegriffen. Beide Tiere befanden sich beim betreten des Käfigs in der gegenüber- liegenden Ecke, also etwa 5m von mir entfernt, und schossen sofort durch das reichlich vorhandene Geäst auf mich zu, dass ich dachte sie würden fliegen. Dabei biss mir die Grüne Mamba (2.10m) derart heftig in den Fechthelm, dass mir ihr Gift ins Gesicht spritzte. Sie biss sich aber nicht fest, sondern zog sich sofort zurück um noch mehrmals anzugreifen. Dabei biss sie mir in den Oberarm. Ob mich die Gewöhnliche Mamba (l.30m) gebissen hatte, oder ob es nur Scheinangriffe waren kann ich nicht sagen, denn die Grüne erforderte mit ihren heftigen Angriffen meine gesamte Aufmerksamkeit.  Zumal ich mir nicht 100% sicher war ob ihre Giftzahne nicht doch durchs Leder kommen.
Ich konnte mir nicht erklären warum ausgerechnet die Grüne Mamba, die immer die Ruhigste war, auf einmal so verrückt spielte, aber mein Partner konnte es. Schließlich pflegte er schon bald ein halbes Jahrhundert lang Mambas und zwar mit vollem Einsatz seiner Möglichkeiten.
Er erklärte mir, dass die Paarungszeit der Mambas beginnt, und dass die Mannchen in dieser Zeit die Weibchen nicht ans den Augen lassen um sie vor Nebenbuhler und vor allen Dingen vor Feinden zu schützen. Wahrend der Paarungszeit spielen Mambas (besonders Schwarze Mambas) häufig verrückt, und so werden in Afrika, die meisten Unfalle mit Mambas wahrend dieser Zeit registriert.  Ich verstand, immer die alte Geschichte: Wenn's Unten anfangt hört's Oben auf.
Gerne würde ich auch heure noch Mambas halten, aber ich habe damals begriffen, welch enormen Platz sie brauchen um sich wohl zu fühlen. Selbst unser 16 Quadratmeter großes Terrarium war, wie mein Partner sagte, Minimum. Ich kenne einige Mamba-Pfleger die ihre Mambas in bestenfalls 2-3 Quadratmeter großen Käfigen halten und fest überzeugt sind ihren Tieren genügend Lebensraum zu bieten. Manche werden sogar stinksauer wenn ich sie auf ihren Haltungsfehler hinweise und behaupten ihre Tiere brauchten nicht mehr Platz, denn sie wären sehr ruhig. Aber genauso konnte mir einer erzahlen, er würde einen Gepard ständig in einem 2 Quadratmeter großen Käfig halten und dass sei korrekt, denn er hätte noch nie gesehen, dass der Gepard durch seinen Käfig lauft und schon  gar nicht mit 120 km/h. Also sei sein Käfig ausreichend!

Die Haltung von Mambas sollte erfahrenen Spezialisten vorbehalten sein.