Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,

mais il sera bientôt traduit!!!

 

Dieter Zorn & Uschi Kallus

 

Mocassin à tête cuivrée

Crotalinae
(Grubenottern)

Agkistrodon
(Mokassin- oder Dreieckskopfottern)

Contortrix
(Kupferköpfe)

Die Kupferköpfe bewohnen in 5 Unterarten weite Teile Nordamerikas, und sind vom Osten der USA (New York) bis nach Nordostmexiko verbreitet.
Diese 60-90cm (selten über 120cm) lang werdenden Grubenottern haben, wie ihre Verwandten die Klapperschlangen, ein wärmeempfindliches Grubenorgan. (siehe auch in unserer Schlangen-Enzyklopädie)
Sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, so begegnet man sie nur selten, obwohl sie oft in besiedelten Gegenden (selbst in Vororten größerer Städte) leben.
Offene Wälder, feuchte Wiesen (gelegentlich auch Felder), und Berghänge (bis zu 1000m) sind ihre bevorzugten Biotope.
Außer dem Grubenorgan haben sie noch sehr viel anderes mit den Klapperschlangen gemeinsam: - oft haben sie den gleichen Lebensraum, - sind Boden bewohnend, -haben eine senkrecht geschlitzte Pupille, - sie sind lebendgebärend (ovovivipar), - sie verfügen über ein überwiegend hämotoxisches Gift, (Blutgift), - sie erzeugen mit ihrem Schwanz ein „Warngeräusch“.
Da „Mokassins“ keine Klappern haben, lassen die Kupferköpfe ihre Schwanzspitzen z.B. auf Laub vibrieren, und erzeugen so oft ein lauteres Geräusch als Klapperschlangen.
Anstelle einer Klapper haben ihre Schwanzenden eine auffallend leuchtende Färbung (gelb bis grün-türkis) Sie benutzen ihre Schwanzspitzen als Wurmimitat-Köder um Echsen, Amphibien und Vögel anzulocken. Ansonsten ernähren sie sich von kleinen Nagetieren, und eigentlich allem was sie überwältigen können. Seltener werden sogar kleinere Artgenossen verspeist.
Tiere aus den nördlichen Teilen ihres Verbreitungsgebietes halten eine Winterruhe, die im Extremfall bis zu 6 Monate dauern kann. Danach findet im Frühjahr die Paarung statt. Die Trächtigkeit dauert etwa 90Tage (in kalten Gegenden bis 115 Tage). Danach werden, je nach Größe des Weibchens, 2-17 etwa 20-25cm lange Junge geboren.
Im Gegenteil zu den Klapperschlangen und Wassermokassins sind Kupferköpfe bei der Bevölkerung nicht besonders gefürchtet. Wahrscheinlich weil sie sehr scheu sind und sich bei Anwesenheit Menschen sofort verstecken, und weil ihr Gift im Allgemeinen zu schwach ist um Menschen zu töten. Nur wenn sie keine Möglichkeit zur Flucht haben werden sie bissig. Meistens erfolgen dann mehrere Schein- und echte Bisse hintereinander. Wenn man sie anfasst stoßen sie oft ein übel riechendes Sekret aus ihren Postanaldrüsen aus.

Südlicher Kuperkopf (Agkistrodon contortrix contortrix)

 

Die 5 Kupferkopf-Unterarten zu bestimmen ist selbst für Spezialisten nicht leicht, denn oft teilen sich mehrere Unterarten einen Lebensraum und kreuzen sich.
Der südliche Kupferkopf ist oft in der Nähe von Gewässern anzutreffen, so teilt er sich häufig seinen Lebensraum mit seinen Verwandten den. Wassermokassins. (Agkistrodon piscivorus)
Durch sein riesiges Verbreitungsgebiet, und sein zahlreiches Vorkommen, ist er wohl der bekannteste Kupferkopf.

Nördlicher Kupferkopf (Agkistrodon contortrix mokasen)

 

Der Nördliche Kupferkopf ist auf Grund seiner Färbung extrem schlecht im Laub zu erkennen, und da er sich oft gut getarnt darin versteckt hält, kommt man ihm bei Spaziergängen durch die Natur manchmal gefährlich nahe. Aber mit hohem und festem Schuhwerk kann man die Gefahr von diesen kleinen, auf dem Boden lebenden Giftschlangen gebissen zu werden auf ein Minimum reduzieren.
Der Nördliche Kupferkopf ist den nordöstlichen Bundesstaaten der USA weit verbreitet.

Breitbandkupferkopf (Agkistrodon contortrix laticinctus)

 

Der Breitbandkupferkopf hat ebenfalls ein riesiges Verbreitungsgebiet. Er kommt inTexas, Oklahoma, Kansas, Missouri, Arkansas, Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia, Florida, South Carolina, Tennessee, Kentucky, Virginia, Illinois, Indiana, Ohio, Pennsylvania, Maryland, New Jersey, Delaware, New York, Connecticut, Massachusetts und Mexiko vor.
Er bevorzugt trockene Biotope, so findet man ihn oft in Wüsten und Steppen, aber auch in Canyons und im Gebirge bis zu einer Höhe von 2000m.

Osage-Kupferkopf (Agkistrodon contortrix phaeogaster)

 

Der Osage-Kupferkopf hat nur kleine Verbreitungsgebiete in Kansas, Nebraska und Missouri.
In Farbe und Zeichnung ähneln sie dem Nördlichen Kupferkopf, nur ist die Grundfarbe heller, und die dunklen Streifen wirken plastischer.
Ausserdem ist er mit einer Maximallänge von einem Meter etwas kleiner.

Trans-Pecos-Kupferkopf (Agkistrodon contortrix pictigaster)

 

Der Trans-Pecos-Kupferkopf bewohnt nur ein kleines Gebiet an der mexikanisch-texanischen Grenze, und wird etwa 70-90cm lang.
Seine haselnussrote Grundfärbung, oft mit weißer Zeichnung, macht ihn besonders auffällig, und im Allgemeinen zum buntesten Kupferkopf.

Im Speziellen können aber Farbvarianten vom Breitbandkupferkopf noch bunter sein, so wie dieses besonders schöne Exemplar unten.

Agkistrodon contortrix laticinctus,

Obwohl, ein Kupferkopf die erste offizielle Giftschlange der Reptiles-Show war, habe ich nie Kupferköpfe in meiner Show engesetzt. Sie sind zu scheu, und außerdem nachtaktiv, so bleiben sie zu gestresst um sich an Manipulationen zu gewöhnen. Vor Allem im „Rampenlicht“.
Die private Haltung kann ich erfahrenen Pflegern empfehlen, und auch als „Einstieg“ in die Giftschlangenhaltung ist (besonders der Breitbandkupferkopf) zu empfehlen, doch sollten sich weniger Erfahrene Nachzuchten von südlichen Exemplaren besorgen, denn Tiere aus dem Süden brauchen keine Winterruhe, und Nachzuchten sind leichter an eine unnatürliche Ernährung zu gewöhnen. Bei guter Pflege können Kupferköpfe 20 bis 30 Jahre alt werden.
Die Tatsache dass Kupferköpfe nicht zu den tödlichen Giftschlangen zählen sollte nicht zu Leichtsinn verleiten, denn eine Vergiftung ist immer individuell, und jeder Organismus reagiert verschieden auf die verschiedensten Gifte. Oft sind die Nebenwirkungen (Allergie, Schock) gefährlicher als die eigentlichen Symptome, so sterben auch wesentlich mehr Menschen an Bienen- und Wespenstiche als an Bissen von vergleichbar giftigen einheimischen Vipern.
Für Leute die Kupferköpfe pflegen wollen werden ich auf meiner „Info-Seite für Reptilien, Spinnen & Skorpione“ einige Seiten von kompetenten Haltern verlinken, und außerdem einen Bauplan für ein Sicherheitsterrarium veröffentlichen.

Vielen Dank an CDC (Centers for Disease Control and Prevention), PHIL (Public Health Image Library) und U.S. Fish and Wildlife Service für ihre Public Domain Photos und Infos.