Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,

mais il sera bientôt traduit!!!

 

Dieter Zorn & Uschi Kallus

 

Les bongares
(Bungarus)
Elapidae (Giftnattern)

Kraits sind, mit 13 anerkannten Arten, in Südostasien weit verbreitet. Neben den bedeutenden Arten:

Bongare indien
Bungarus caeruleus
(Afghanistan, Pakistan, Indien, Sri Lanka, Bangladesch, Nepal)

Bongare fascié
Bungarus fasciatus
(Bangladesch, Brunei, Myanmar, Kambodscha, Südchina, Nordostindien, Bhutan, Nepal, Indonesien, Laos, Malaysien, Singapur, Thailand, Vietnam)

Bongare à tête rouge
Bungarus flaviceps
(Südthailand, Südmyanmar, Kambodscha, Vietnam, Malaiische Halbinsel, Tioman, Indonesien)

Bongare multi annelé
Bungarus multicinctus
(Taiwan, Südchina, Myanmar, Laos, Nordvietnam, Thailand)

... sind noch folgende Gattungen bekannt:
Bungarus andamanensis (Indien)
Bungarus bungaroides (Myanmar, Indien, Nepal, Vietnam)
Bungarus candidus Linnaeus (Kambodscha, Indonesien, Malaiische Halbinsel, Singapur, Thailand, Vietnam)
Bungarus ceylonicus (Sri Lanka)
Bungarus lividus (Indien, Bangladesch, Nepal)
Bungarus magnimaculatus (Myanmar)
Bungarus niger (Indien Nepal, Bangladesch, Bhutan)
Bungarus sindanus (Südostpakistan, Indien)
Bungarus slowinskii (Nordvietnam)

Alle Arten haben ein extrem wirksames neurotoxisches Gift, das für Menschen unbehandelt meist tödlich wirkt. Selbst mit guter medizinischer Betreuung sind Todesfälle nicht selten. Leider ist in den meisten Gegenden ihres Vorkommens ein gut eingerichtetes Krankenhaus weit entfernt, und zusätzlich finden die meisten Bissunfälle mit den Nacht- und Dämmerungsaktiven Kraits nachts statt, so sind sie für viele Tausend Tote jährlich verantwortlich.
So riesig wie ihr Verbreitungsgebiet ist, ist auch ihre Gabe sich an alle möglichen Biotope anzupassen. Doch meistens findet man sie in den Buschwäldern tropischer und subtropischer Gebiete. Die meisten Arten halten sich auf Bäumen genau so gerne auf, wie auf dem Boden, nur der Gemeine Krait ist, obwohl er auch sehr gut klettern kann, als bodenbewohnend zu bezeichnen. Kraits sind eierlegend (ovipar). Die Gelege bestehen bei ausgewachsenen Muttertieren aus 10-16 Eiern, die Paarung findet nicht periodisch statt, und auch von einer Winterruhe ist mir nichts bekannt.
Auch in ihrer Länge sind sie sehr unterschiedlich, selbst in der gleichen Art können große Exemplare bis zu doppelt so lang werden wie Kleingebliebene. Die Durchschnittslänge liegt bei etwa 1.2m bis 1.6m, doch gibt es Exemplare die nicht mal 80cm lang werden, und wenige Andere (meist Männchen) die die 2m Marke überschreiten. Nur der Gebänderte Krait wird häufig über 2,0m.
Ihre Nahrung besteht aus vor allem aus Schlangen, Echsen und Amphibien, aber auch Nager und kleine Vögel werden gelegentlich verspeist.
Die meisten Tiere kann man am Tage (vor Allem in der Mittagszeit) als faul und friedlich bezeichnen (Bei Gefahr rollen sie sich zusammen, verstecken ihren Kopf unter Körperschlingen und bewegen das erhobene Schwanzende, um dorthin die Aufmerksamkeit der Feinde abzulenken). Doch sobald es dunkel wird werden sie aggressiv, und greifen sogar an wenn man ihnen zu nahe kommt.
Sie sind von den Einheimischen sehr gefürchtet, besonders der Gewöhnliche Krait, denn ihn findet man häufig in besiedelten Gebieten. Da Dieser bodenbewohnend, und keine auffällige Färbung hat, kann man ihm nachts leicht mal übersehen, und dann wird es lebensgefährlich!

DerGewöhnliche Krait ist eigentlich der schmuckloseste Krait, oft sind sie schmutzigbraun-oliv bis schwarz, mit wenig Zeichnung, aber es gibt auch Exemplare die einen metalig-blauen Schimmer haben, und/oder feine Querstreifen besitzen

 

Der Gebänderte Krait ist nicht nur der größte, sondern auch dank seiner schwarz / gelben Zeichnung auch der auffälligste seiner Gattung

 

Der Vielbindenbungar ist meistens schwarz mit schmalen weißen, oder hellgelben Binden

 

Der Rotkopf-Krait ist durch seinen roten Kopf (kann auch manchmal gelb sein), seinen roten Schwanz, und seine blauen Seiten leicht von den andere Kraits zu unterscheiden.

Er wird aber oft (selbst in Fachliteratur) mit der Rotbäuchigen Bauchdrüsenotter (Maticora bivirgata flaviceps) verwechselt. Doch es gibt einige Erkennungsunterschiede;


* Die Köpfe der Kraits sind nicht so ebenmäßig und leuchtend wie die der Rotbäuchigen Bauchdrüsenottern, sondern sehen im Verhältnis eher schrumpelig und „schmutzig“ aus. Außerdem wirken sie runder.
* Die blaue Färbung an den Seiten fällt wesentlich bescheidener aus, oder fehlt ganz.
* Der (Krait-typische) geknickte Rücken mit den großen rechteckig wirkenden Schuppen in der Mitte (besonders auffällig im hinteren Drittel) Dieser verleiht allen Kraits einen dreieckigen Durchschnitt.

Rotkopf-Krait sind sehr selten und leben meist im dichten Urwald und sind nur nachts aktiv.

Anfang der 70er pflegte ich, zusammen mit meinem Taipan, auch einen Gewöhnlichen Krait und einen Rotkopf-Krait eines Freundes. Während sich der Gewöhnliche Krait oft auch tagsüber durch sein riesiges, begehbares Terrarium (4,5m x 2,5m) kroch, musste man den Rotkopf suchen, oder gar ausgraben, wenn man ihn mal sehen wollte. Beide Tiere waren nicht angriffslustig, ließen sich aber auch nicht anfassen. Fressen taten Beide nur nachts, doch während der Gewöhnliche neben Reptilien auch gerne Kücken fraß, (oft über 10) war der Rotkopf ein reiner Schlangenfresser. Als nach Einführung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens die Beschaffung von „Futterschlangen“ immer schwieriger wurde, musste er von mir (meist mit Aal) zwangsgefüttert werden. (Dabei bekommt der Begriff „Lebensgefährlich“ eine neue Dimension)
Das ist auch einer der Vielen Gründe, warum Kraits nur von erfahrenen Pflegern gehalten werden sollten.