Ce rapport existe, malheureusement, seulement en allemand,
mais il sera bientôt traduit!!!
Dieter Zorn & Uschi Kallus
Le serpent des maisons
Boaedon fuliginosus nach Umbenennung Lamprophis fuliginosus
Die Afrkanische Hausschlange, auch Braunnatter oder Braune Hausschlange genannt, ist die am häufigsten anzutreffende Schlange in Afrika.
Ihr Verbreitungsgebiet beginnt südlich der Sahara, und zieht sich bis in den Norden Südafrikas. Sie bevorzugen weite, flache Landschaften, so sind sie in den Savannen besonders häufig anzutreffen. In kultivierten Gegenden begnügen sie sich mit Randgebieten von Farmen, Mülldeponien, und mit Vorliebe, auf verwaisten Ackerfeldern. So sind die Hausschlangen den menschlichen Siedlungen immer näher gekommen, und manche benutzen sogar Hütten, Garagen, Keller usw. um sich tagsüber darin zu verstecken. Erst in der späten Dämmerung werden sie aktiv und beginnen die Jagt nach ihrer Lieblingsmahlzeit, den Mäusen. Hausschlangen sind sehr Faul und verfressen, so besteht ihr ganzer Zeitvertreib (außer zur Paarung) aus Jagen (auf Beute warten), Fressen, und Ausruhen. Liegt kein Bedürfnis an, bleiben sie manchmal tagelang in ihrem Versteck. Wahrscheinlich ist das der Grund für ihre Standorttreue, denn wenn sie genug zu fressen finden, und ihre Verstecke in Ruhe gelassen werden, werden sie solange bleiben (und sich vermehren) bis die Nahrung knapp wird. Doch da diese ungiftigen Nattern überhaupt nicht angriffslustig sind, und erstaunlich viele Mäuse vertilgen, werden sie geduldet, und man hat ihnen sogar den Namen „Hausschlange“ gegeben. Dazu kommt noch, dass sie, mit einer Durchschnittslänge von etwas über einen Meter (Männchen bleiben wesentlich kleiner, dafür werden die Weibchen etwas länger) keine Gefahr für Kinder und Haustiere darstellt. Häufig spielen die Kinder sogar mit ihnen, denn sie haben so kurze Zähne, dass es nicht weh tut wenn sie mal beißen. (was oft vorkommt)
Hausschlangen sind außergewöhnliche Nattern, ihr Verhalten und ihr Körperbau erinnert sehr an eine Boa, (daher der Name Boaedon) und auch die geschlitzten Pupillen sind nicht typisch für eine Natter.
Normal für Nattern ist allerdings die Tatsache dass sie Eier legen, über die mögliche Anzahl kann ich aber leider nicht berichten. Nur Tiere aus kälteren Regionen (z.B. Südafrika) halten eine Winterruhe, diese Tiere paaren anschließend. Die Tiere aus den warmen Gegenden paaren meist im Herbst. Die Entwicklungsdauer des Nachwuchses ist temperaturabhängig und kann daher verschieden lang dauern.
Haltung:
Hausnattern sind, auch für Anfänger, ideale Terrarien Tiere. Sie sind sehr robust, gute Fresser, und brauchen dank ihrer Faulheit nur ein mittelgroßes Terrarium.
Dieses sollte aber eine Bodenheizung besitzen, viele Verstecke haben, und mittels robuster Pflanzen (Yucca oder ähnliche) leicht feucht gehalten werden. Als Beleuchtung reicht eine Leuchtstoffröhre, denn direkte Bestrahlung mögen sie nicht besonders. Ein großes Wasserbecken sollte nicht fehlen. Nachts sollte, durch besprühen am Abend, die Luftfeuchtigkeit auf etwa 70% erhöht werden. Im Gegensatz zu den meisten Nattern wollen sie aber möglichst in Ruhe gelassen werden, sonst muss man damit rechnen ohne Vorwarnung gebissen zu werden. Wenn man aber ruhig mit ihnen umgeht werden sie aber bald auffallend zutraulich und lieben es von Hand gefüttert zu werden. (Wer bequem ist, muss Kompromisse schließen)

Obwohl ich mein Pärchen nicht in meiner Show einsetzen konnte (zu schlicht als Showtier, und zu unberechenbar für den Kontakt zu unseren Besuchern) bereiteten sie mir viel Freude. Ich konnte ihr Terrarium offen lassen, denn nur selten verließen sie es freiwillig, und dann auch nur ganz kurz, dann krochen sie zurück in ihr Versteck mit Vollpension. Eine wirkliche Hausschlange